Geschichten von Waldshuter Frauen

Arbeitsgemeinschaften

Frauen auf den Spuren von Frauen, die einmal an der Geschichte von Waldshut mitgestrickt haben.

Stadtwanderungen unter Leitung von Karin Lindemann. Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen informiert sich.

Waldshut – Lange Zeit hat die Geschichtsschreibung auch in Waldshut Frauen überwiegend ignoriert. Die Stadtführerin Karin Lindemann erinnert mit ihren frauenhistorischen Stadtwanderungen an bedeutende und tragische Frauenschicksale in der Historie der Stadt Waldshut und macht dadurch Frauengeschichte sichtbar.
„Ist es nicht an der Zeit, die Persönlichkeiten und die Lebensleistungen dieser Waldshuterinnen aus dem Dunkel ans Licht zu holen?“, fragt die Waldshuterin Karin Lindemann zu Beginn ihrer jüngsten Führungen, zu der Frauen der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) unter der besonderen Mithilfe von Isa Hess eingeladen waren. Eine Gruppe von zwanzig Frauen, zu der auch die SPD-Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Rita Schwarzelühr-Sutter, die SPD-Kreistagsvorsitzende Karin Rehbock-Zureich und die Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamtes Waldshut Anette Klaas gehörten, begab sich auf Spurensuche nach Frauen, die die Stadt Waldshut geprägt haben und durch diese geprägt wurden. „Die persönlichen Geschichten und Lebensleistungen der Frauen bleiben allzu oft im Dunkeln. Dabei haben sich Frauen in Waldshut schon immer in Politik und Gesellschaft eingemischt“, sagte die Waldshuter Abgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter. Auf der Zeitreise ins Mittelalter begegneten sie zum Beispiel der Königin Agnes von Ungarn, die als Kirchenherrin von Waldshut als Wohltäterin der Armen und Förderin der Beginen in Waldshut verehrt wurde. Beginen, die in Waldshut von 1335 bis 1525 der Krankenpflege und Armenfürsorge engagiert waren, waren unabhängige, selbstständige Frauen. Sie lebten gemeinsam in dem Beginenhaus in der Hintergasse. Der frauenhistorische Stadtrundgang durch die Altstadt führte die Frauen aber auch zu in Waldshut gequälten und geknechteten Frauen wie zu Dorothea Merkhin, die vom Waldshuter Magistrat zum Tode verurteilt und bei lebendigem Leib verbrannt wurde. „Denn das Vergangene ist nicht tot – es ist nicht einmal vergangen“, mit diesem Satz von Christa Wolf fasst Karin Lindemann zusammen, wieso Erinnerung wichtig ist. Die Führung findet am 8. April um 17 Uhr statt. Anmeldungen bei der Tourist-Info.

http://www.suedkurier.de 25.03.2011
Autor: Rita Schwarzelühr-Sutter Bild: Natalie Muller-Reichel
 
 

WebsoziCMS 3.5.2.9 - 323242 -

Downloads

Abschalten!

Kommunalwahl

Sonstiges

Veranstaltung

Wahlprogramm

Wahlprogramme