Schullandschaft im Umbruch

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Johann Albicker, SPD-Vorsitzende Claudia Hecht und Hans-Joachim Sinkwitz (von links)

SPD-Stadtverband diskutiert aktuelle bildungspolitische Entwicklungen. Auswirkungen der neuen Gemeinschaftsschulen im Umland noch offen

Grundschule, Hauptschule, Werkrealschule, Realschule, Gymnasium – die schulischen Möglichkeiten in den städtischen Schulen von Waldshut-Tiengen sind groß. Es fehlt nur noch das neue Modell Gemeinschaftsschule. Welche Schularten haben Bestand? Welche Schulen ebnen allen Schichten den Zugang zur Bildung? Welche integrieren am besten? Und welche soll die Stadt in Zukunft anbieten? Das waren die Fragen, um die sich die Diskussion im kleinen Kreise an der Mitgliederversammlung der Waldshuter SPD am Donnerstag drehte.

Als Praktiker zu diesem Thema nahmen der Waldshuter Realschulrektor, Johann Akbicker, und der Leiter der Grund- und Werkrealschule Hans Thoma in Tiengen, Hans-Joachim Sinkwitz, teil. Ergebnis der Diskussion: Abwarten. Abwarten, wie sich die Schülerzahlen an der Waldshuter Realschule durch die Konkurrenz der Gemeinschaftsschulen entwickeln. Eine solche hat Wutöschingen bereits eingerichtet. Klettgau alleine und Hohentengen mit Küssaberg sowie Herrischried mit Rickenbach werden sie noch beantragen.

Dass der Bestand der Realschule gefährdet ist, sieht Albicker für die nächsten fünf bis zehn Jahre nicht. Abwarten auch, ob die Qualität der Schulabschlüsse an den Gemeinschaftsschulen nicht schlechter sein wird. „Wir sind räumlich am Anschlag mit unserer Schule. Wie es weitergeht, wissen wir nicht“, sagte auch Werkrealschulleiter Sinkwitz.

Rudolf Schöps, Lehrer an der Hans-Thoma-Schule, regte an, mit einer städtischen Schulplanung zu beginnen, um die städtische Schullandschaft zukunftssicher zu machen. Hintergrund der Schuldiskussion sind die Pläne der Landesregierung, das Schulwesen im Land auf ein Zwei-Säulen-Modell umzustellen. Eine der Säulen ist das Gymnasium, auf das die Schüler wie jetzt schon frühzeitig wechseln. Die zweite Säule soll die Gemeinschaftsschule sein, die Hauptschul- und Realschulabschluss anbietet sowie eine G9-Option auf das Abitur.

Bild und Artikel: Manfred Herbst (Südkurier vom 01.12.12)

 
 

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